Kaltvergussmasse


Kaltvergussmasse

Artikel-Nr.: 60002278
122,83 / Dose(n)

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Art und Eigenschaften:
Kaltverguss ist ein Zweikomponenten-Fugendichtstoff auf Basis von Polysulfid für Fugen mit praktischen Dehnungen bis 25% der Fugenbreite nach DIN EN 14 188-2. Der Fugendichtstoff erfüllt die Anforderungen der US Federal Specification SS-S-200 E. Er zeichnet sich durch sehr gute Witterungs- und Alterungsbeständigkeit aus, ist gießfähig, selbstnivellierend und dauerelastisch.

Anwendungsgebiete:
Kaltverguss wird zur Abdichtung von horizontalen Dehnungsfugen in Beton- und Asphaltflächen sowie zur Abdichtung von Anschlüssen an Metallen verwendet. Er ist zum Verguss von Fugen zwischen Betonbauteilen und Betonteilen und Asphaltflächen geeignet, die mechanischen Belastungen (Befahren und Begehen), chemischen Belastungen durch Tausalze und temperaturabhängigen Bewegungen der Bauteile ausgesetzt sind. Beim Einsatz in Betonflächen kann Kaltverguss auch chemischen Belastungen durch Treibstoffe ausgesetzt werden. In Verbindung mit Beton- bzw. Asphaltprimer als Haftgrundierung und entsprechender konstruktiver Fugengestaltung können horizontale Fugen verschiedenster Baustoffe im Hoch-, Tief- und Straßenbau dauerhaft flüssigkeitsdicht abgedichtet werden. Kaltverguss (selbstnivellierend) kann bis zu einem Gefälle der Fugen von maximal 3 % eingesetzt werden. Fugen mit stärkerem Gefälle oder vertikale Fugen sollten mit dem standfesten Fugenspachtel abgedichtet werden. Nicht einsetzbar ist der Fugendichtstoff  für Fugen, die dauerhaft unter der Oberfläche von Flüssigkeiten (z.B. bei Schwimmbecken, Klärbecken) liegen, oder die stark oxidierenden Säuren und Laugen ausgesetzt sind, sowie für Fugen in Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen von Wasserschadstoffen (LAU-Anlagen).

Verarbeitung 
Die Haftflächen der abzudichtenden Fugen sind von Schmutz, Staub, Fetten, Ölen, Bitumen, losen Bestandteilen, Mörtelresten und dergleichen zu reinigen. Die Fugen werden zur Einstellung der richtigen Tiefe und zur Vermeidung von Dreiflächenhaftung klemmend hinterfüllt. Im Hochbau sind dafür geschäumtes Rundmaterial auf Basis PE oder PU sowie Mineralwollestreifen geeignet. Im Bodenbereich ist ausschließlich PE-Rundmaterial, geschlossenzellig, einzusetzen. Ist eine Hinterfüllung nicht möglich, kann der Fugengrund mit einem trennenden Material, wie PE-Folie oder Silikonpapier abgedeckt werden. Die Primer sind auf trockenem Untergrund aufzutragen und müssen vor dem Dichtstoffauftrag ablüften.

Die Fugenflanken sind

in Betonfugen mit Betonprimer vorzubehandeln. Die Komponente A und B werden gründlich gemischt und der Primer mit einem Pinsel gleichmäßig aufgetragen. Nach einer Ablüftzeit von 30 Min. bis 2 Stunden (temperaturabhängig) kann der Dichtstoff eingebracht werden. Betonprimer  sollte nicht vollständig abgetrocknet sein. Sind mehr als 24 Stunden vergangen, ist die Primerschicht aufzurauen und neuer Primer aufzutragen

oder

in Asphaltfugen  mit BORNIT®-Asphaltprimer vorzubehandeln. Die Asphaltfugen müssen frisch geschnitten sein, da sonst Haftungsprobleme entstehen. Die Komponenten A und B werden gründlich gemischt und der Primer mit einem Pinsel gleichmäßig aufgetragen. Nach einer Ablüftzeit von 2 bis 6 Stunden (Bauteiltemperatur >25°C ca. 2 Stunden, < 10°C ca. 6 Stunden) kann der Dichtstoff eingebracht werden. Der Asphaltprimer sollte weitestgehend abgetrocknet sein. Es ist darauf zu achten, dass sich auf der Primeroberfläche kein Feuchtigkeitsfilm durch Taupunktunterschreitung gebildet hat.

Kaltverguss ist in verschiedenen Gebinden getrennt verpackt. Die B-Komponente wird der A-Komponente zugegeben und unter Verwendung eines Flügelrührers gemischt bis keine Farbschlieren mehr auftreten. Um Blasenbildung zu vermeiden ist darauf zu achten, dass keine Luft eingemischt wird. Der Fugendichtstoff wird nun in die Fuge eingebracht und ist selbstnivellierend. Eventuell aufsteigende Luftblasen sind innerhalb der Verarbeitungszeit durch leichtes Überstreichen der Oberfläche zu entfernen.  Die Temperatur des Dichtstoffes sollte vor dem Vermischen mind. + 10 °C betragen. Die Bauteiltemperatur darf nicht unter + 5 °C liegen. Bis zur vollen Belastbarkeit ist eine Aushärtzeit von mind. 48 Stunden bei 20°C Boden- und Materialtemperatur einzuhalten.

Lagerung 
Trocken, bei Temperaturen unter 25°C im verschlossenem Originalgebinde 12 Monate lagerfähig.

Entsorgung 
Nur restentleerte Gebinde zum Recycling geben. Materialreste der Komponente A + B können  nach AVV-ASN: 080406 (Klebstoffe- und Dichtmassenabfälle, die keine halogenierten Lösemittel enthalten) entsorgt werden.

 

Komponente A:

GHS Kennzeichnung:

GHS08_Xn_Gesundheitsschaedlich_06.03.2013_AnF.jpg

Xn- Gesundheitsschädlich

 

GHS09_N_Umweltschaedlich_06.03.2013_AnF.jpg
N
- Umweltschädlich 

R-Sätze:

R40 - Verdacht auf krebserzeugende Wirkung

R51/53 - Giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben

S-Sätze:

S36/37 - Bei der Arbeit geeignete Schutzhandschuhe und Schutzkleidung tragen

Wassergefährdungsklasse:

WGK 3 (gemäß VwVwS)

VOC Gehalt 0g/l

Angaben zum Transport:

UN- Nummer: UN3082

ADR Klasse:  9

Klassifizierungscode: M6

Verpackungsgruppe: III

UN-ordnungsgemäße Versandbezeichnung: entzündbarer, flüssiger Stoff  N.A.G.

Enthält: Dipropylen glycol dibenzonate

Gefahrenzettel: 9

 

Komponente B:

GHS Kennzeichnung:

GHS08_Xn_Gesundheitsschaedlich_06.03.2013_AnF.jpg

Xn- Gesundheitsschädlich

 

GHS09_N_Umweltschaedlich_06.03.2013_AnF.jpg

N- Umweltschädlich

R-Sätze:

R20/22 - Gesundheitsschädlich beim Einatmen oder Verschlucken

R43 - Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich

R51/53 - Giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben

S-Sätze:

S24 - Berührung mit der Haut vermeiden

S37 - Geeignete Schutzhandschuhe tragen

Wassergefährdungsklasse:

WGK 2 (gemäß VwVwS)

VOC Gehalt: 0 g/l

 

Angaben zum Transport:

UN- Nummer: UN3082

ADR Klasse:  9

Klassifizierungscode: M6

Verpackungsgruppe: III

UN-ordnungsgemäße Versandbezeichnung: entzündbarer, flüssiger Stoff  N.A.G.

Gefahrenzettel: 9

 

 

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